Dienst aus dem Glauben – Dienst in der Kirche


Beitragsseiten
Dienst aus dem Glauben – Dienst in der Kirche
I. Glaube und Sendung 1. Anthropologische Grundspannung
2. Das Paradox theologischer Antwort
3. Struktur von Sendung
4. Jesus als Ursprung und Maß der Sendung
5. Sendung Christi in der Sendung der Kirche
II. Glaube und Gemeinschaft 1. Fundamentale Kirchlichkeit des Glaubens
2. „Rezeptive“ und „aktive“ Kirchlichkeit
3. Inklusive und exklusive Gemeinschaft

 

Vom Menü „Beitragsseiten“ aus kann

jeder Textteil einzeln aufgerufen werden.

 

[16] Das Jahrhundert der Kirche, als das man das 20. bezeichnet hat[1], scheint drei Jahrzehnte vor seinem Ablauf und kein Jahrzehnt nach seinem Höhepunkt, dem II. Vatikanischen Konzil, ziemlich rapide beendet zu sein. Manches neue Interesse an Jesus, an der Gottesfra­ge, an der Frage nach einem letzten Sinn des Lebens bricht heute auf; eine Zukehr zur Institution Kirche ist damit aber nicht verbun­den. Im Gegenteil, Tradition und Organisation, objektive Bindung und die kleine Gruppe übersteigende Gemeinschaft stoßen wach­send auf Unverständnis und Abneigung. Gerade auch solche, die sich aus religiösen Motiven im Dienst am Menschen engagieren, empfinden Kirche eher als Hemmnis. Was Glaube an Jesus Chri­stus, was Dienst in seiner Nachfolge und aus seinem Impuls mit Kirche zu tun haben, ist keineswegs selbstverständlich, ja weithin kaum mehr verständlich. Die theologische Besinnung darauf tut not. Sie soll im folgenden an zwei Grundworten anknüpfen, mit de­nen das Dokument der römischen Bischofssynode 1971 über den priesterlichen Dienst das Wesen von Kirche anspricht: missio und communio, Sendung und Gemeinschaft.

 



  Oben