Voraussetzung des pastoralen Dienstes: dienende Gemeinde


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Voraussetzung des pastoralen Dienstes: dienende Gemeinde
I. Die Zukunft von Gemeinde
II. Grundprobleme der Gemeinde heute
1. Identifikation*
2. Partizipation*
3. Offenheit - Geschlossenheit*
III. Der Sinn von Gemeinde: Gleichzeitigkeit
IV. Dimensionen der „Gleichzeitigkeit“
1. „Gleichzeitig“ zu Ursprung und Tradition*
2. „Gleichzeitig“ zu allen in der Gemeinde*
3. „Gleichzeitig“ zu den anderen Gemeinden und zur Gesamtkirche*
4. „Gleichzeitig“ zu Gesellschaft und Welt*
V. Utopie oder Weg?
IV. Dimensionen der „Gleichzeitigkeit“

Am Anfang von Gemeinde, am Anfang von Kirche stehen nicht Ak­tionen, Maßnahmen, Leistungen; am Anfang steht der unableitbare, aber auch unwiderrufli- [26] che Entschluß Gottes, in Jesus mit der Menschheit gleichzeitig zu werden und zu bleiben und die Kirche als den Ort und das Zeichen dieser Gleichzeitigkeit zu stiften. Sol­che Vorgabe Gottes ist mächtiger als alles Entsprechen oder Nichtentsprechen von seiten der Kirche; der Bund ist ewiger Bund, die Gleichzeitigkeit Gottes kann durch die Ungleichzeitigkeit der Men­schen und der Kirche mit ihm nicht mehr aufgekündigt werden. Und doch wird die Kirche damit nicht zur automatisch richtig ge­henden Uhr dieser Gleichzeitigkeit. Der Bund ist als Bund ernst ge­meint, der Partner wird nicht zur Marionette, die an Gottes festge­zogenen Drähten tanzt. Antwort, menschliche Antwort in der Kir­che ist von Gottes Geist, von Jesu Bleiben bei seiner Kirche umfan­gen, und doch liegt in unseren Händen die Last, Gottes Geschichte mit der Menschheit zu spielen – ein Spiel, bei dem wahrhaft alles auf dem Spiele steht.

Der Sinn dieses Spieles legt wie von selbst die Dimensionen of­fen, in welchen Kirche im ganzen und Gemeinde im besonderen mitzuspielen, je neu gleichzeitig zu werden haben mit Gottes Da­sein für uns in Jesus.



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