Stephan Loos: „Nächte, die Licht geben“


 

Zur Metapher der Nacht im Leben und Werk Klaus Hemmerles

Erstveröffentlichung in: Wort und Antwort 46 (2005/3), 113-118.

 

[113]

„Sie sagen, immer wann die Jahreszeit naht,
Wo man des Heilands Ankunft feiert, singe
Die ganze Nacht durch dieser frühe Vogel.
Dann darf kein Geist umhergehn, sagen sie;
Die Nächte sind gesund, dann trifft kein Stern,
Keine Elfe faht, noch mögen Hexen zaubern:
So gnadenvoll und heilig ist die Zeit.“

William Shakespeare[1]

 

„Wir müssen in Glauben und Hoffnung leben,
auch wenn wir im Dunkel wandeln.“

Reinhold Schneider

 

Aufgerissen war das Dunkel dieser Nacht, und die Stadt erstrahlte unter dem blutroten Himmel im endlosen Feuerschein, und zwischen all den Trümmern ein Junge Schutz suchend und an sein Zuhause denkend – an das Schöne, das er dort im Kreis seiner Familie erfahren hatte –, das es nach dieser Nacht nicht mehr geben sollte.

 

Biographische Ersterfahrung

Als am Abend des 27. November 1944 die Stadt Freiburg durch den Bombenangriff der Alliierten größtenteils zerstört wurde, war Klaus Hemmerle (1929-1994), der spätere Freiburger Professor für Religionsphilosophie und Bischof von Aachen, gerade fünfzehn Jahre alt. An diesem Abend zur Brandwache in der Schule eingeteilt, erlebte er zusammen mit seinem Vater den Angriff in einem Luftschutzkeller, um bei der Rückkehr zum elterlichen Haus die Mutter wohlbehalten anzutreffen, aber das eigene Haus in Flammen zu sehen. Das Hab und Gut der Familie, alles, was dem Jungen im Haus der Eltern lieb war und sein Leben bis dahin geprägt hatte, verbrannte, sieht man von zwei Büchern ab, die Hemmerle noch kurz vor dem Angriff eingepackt und mitgenommen hatte: das Franziskusbuch von Joseph Bernhart und Reinhold Schneiders Erzählungsband „Die dunkle Nacht“.

Hemmerle hat immer wieder von dieser Nacht erzählt.[2] Sie war für ihn eine jener [114] „Nächte, die Licht geben“[3], weil sich mit ihr zwei diametral entgegenstehende Erfahrungen verbanden: einerseits die Erfahrung der Zerstörung und Vernichtung und andererseits die des Unzerstörbaren in Gestalt des Freiburger Münsterturmes, der den Angriff überstanden hatte. Aber das Motiv der Nacht findet sich nicht nur in diesem Kontext des Lebens von Klaus Hemmerle. Es ist bemerkenswert, dass neben dieser einschneidenden und zugleich richtungsweisenden Erfahrung auch andere Erfahrungen, Begegnungen, Gespräche und Einsichten, die Hemmerle selbst als für sein Leben entscheidend charakterisierte, nächtliche Ereignisse darstellen. Zwei weitere Begebenheiten sollen exemplarisch dargestellt werden.[4]

Da ist zum einen die Nacht vor seiner Priesterweihe, in der sich Hemmerle mit völliger Ratlosigkeit konfrontiert sah: „Ich wusste nicht mehr, was ich eigentlich wollte und sollte.“[5] In dieser Situation radikalen Zweifelns fand Hemmerle in der Lektüre von 1 Kor 11, 17-34 ein Bild, das ihm nicht nur half, den Zweifel zu überwinden, sondern das seine ganze priesterliche Existenz prägte. Diese Passage der Heiligen Schrift thematisiert die rechte Feier des Herrenmahls, ohne ein Wort über den Priester zu verlieren. Aber gerade dieses Schweigen über die Bedeutung des Priesters berührte Hemmerle. „Genau das ist das Wichtigste, was man vom Priester sagen, kann, nämlich: Der Priester muss jenes Nichts sein, durch das die ganze Gemeinde eins wird in Jesus.“[6] Die Tatsache, dass der Priester nicht erwähnt wird, dass er buchstäblich nichts ist, wird Hemmerle zum Sinnbild seines Priestertums. Er hat dieses Motiv des Nichts in späteren Exerzitien und Schriften über die Spiritualität des Priesters immer wieder aufgegriffen.[7]

Zum anderen lässt sich eine nächtliche Erfahrung Hemmerles anführen, die seine Gottesbeziehung bleibend prägte. Die Trennung von Lebenswirklichkeit und Glaubenswelt empfand Hemmerle schon zu Studienzeiten als ungenügend. Vor diesem Hintergrund faszinierte ihn der Freiburger Neutestamentler Anton Vögtle mit seinem neuen Verständnis der Reich-Gottes-Predigt Jesu: Gott war nicht oberstes Prinzip oder ferner Horizont, sondern hatte sich in Jesus in der Welt inkarniert. Gott und Welt stellten nicht zwei voneinander getrennte Sphären dar, sondern waren als Einheit zu verstehen. Aber es gelang Hemmerle weder in seinem theologischen Denken noch in seiner religiösen Erfahrung auf befriedigende Weise die Göttlichkeit Gottes und die Weltlichkeit der Welt so zusammenzubringen, dass die Spaltung zwischen Glaubensbotschaft und Alltagsleben zugunsten einer Erfahrung der Nähe und Gegenwart Gottes überwunden war. Dies änderte sich, als Hemmerle im Sommer 1958 mit anderen Freiburger Priestern bei einem Treffen der Fokolare in den Dolomiten die „für sein weiteres Leben und Glauben wohl grundstürzende persönliche Gotteserfahrung“[8] machte: „Auf der Mariapoli war auf einen Schlag diese Kluft geschlossen. Gott war einfach da. [...] Ich erinnere mich, dass ich eines Nachts nicht schlafen konnte unter dem Eindruck dieser unmittelbaren Nähe [115] Gottes. [...] Mit einem Mal erschien mir die Welt als der unendliche, aber bergende Raum, in dem Gott uns Vater ist und wir uns ihm anvertrauen [...]. Mir ging auf, dass der Vater, die Liebe, und Jesus, der Sohn, sich im Geist begegnen, den ich als die Atmosphäre der göttlichen Einheit bezeichnen möchte. In diesem Geschehen reißt Gott einen Zwischenraum auf, in den ich eintreten darf, um diesen lebendigen Gott zu erfahren.“[9] In dieser, zuvor nie erlebten Intensität der Gegenwart Gottes war das Geheimnis Gottes gewahrt und war Gott zugleich mehr als bloßes Geheimnis.

 

Die Nacht – eine Metapher

Das Charakteristische der drei skizzierten Begebenheiten würde nicht deutlich, wenn sich der Blick allein auf den chronologischen Aspekt der Nacht richtete. Viel eher muss die Nacht als Metapher für eine „experience humaine universelle[10], eine allgemeine menschliche Erfahrung gelesen werden.[11]

Sie wird weitestgehend negativ verstanden als Erfahrung der Abgründigkeit und der Trübsal, des Elends und der Verzweiflung[12], ohne dass die positive Interpretation der Nacht als einer Zeit der Stille und Stärkung, des Schutzes und der Ruhe außer acht gelassen werden darf. Diese Spannung von Negativem und Positivem in der Deutung dieser Metapher findet sich auch in der christlichen Tradition, die mit dem Bild der Nacht sowohl eine Erfahrung des Wartens und der Anfechtung, der Angst und der Gottesferne beschreibt, als auch einen besonderen Ort der Gottesoffenbarung und Gottesunmittelbarkeit verbindet.[13]

Auch Hemmerles Reflexionen nächtlicher Erfahrung sind von dieser grundlegenden Ambivalenz gekennzeichnet. Sein Leben sei „gespannt zwischen einem Traum und einem Erschrecken“[14], schrieb Hemmerle mit Blick auf die Zerstörung Freiburgs 1944. Alle lebensgeschichtlichen ,Nacht-Ereignisse‘ Hemmerles sind abgründige Krisenerfahrungen: der Verlust der Heimat und die Zerstörung des Sinnhorizontes, der radikale Zweifel sowie die vollkommene Fraglichkeit der Gottesbeziehung. Die Nacht erscheint als Metapher für die „Bilder des Sinnlosen, [für] zerbrochene Zusammenhänge, Schrecklichkeiten, die den Atem blockieren, bare Finsternis“[15]. Aber sie ist zugleich ein in die Zukunft weisendes Bild des in der Nacht aufgehenden Lichts, das Hoffnung schenkt. Nicht nur der Charakter des Krisenhaften und Aporetischen, sondern auch die Erkennt-[116]nis, dass sich in dieser Krisis ein neuer Sinn eröffnet, ist den Erfahrungen gemeinsam: das Bild des Unzerstörbaren in Gestalt des Münsterturms als Symbol der Hoffnung, das neue Verständnis des Priesterseins als wegweisende Zukunftsperspektive und die von unmittelbarer Nähe getragene und zugleich das Geheimnis wahrende Gottesbeziehung. Die Einsicht, dass es in aller Zerstörung, in allem Schrecklichen auch etwas gibt, „was nicht zerstörbar ist und was wahrhaft zählt“[16] verdankte Hemmerle der Begegnung mit dem Schriftsteller Reinhold Schneider während des Zweiten Weltkrieges. „Reinhold Schneider las die soeben (1942) von ihm verfaßte Erzählung ‚Die dunkle Nacht des heiligen Johannes vom Kreuz‘. Ich konnte es an dieser Gestalt greifen, die leibhaft widerspiegelte, was sie sprach: Im äußersten Leiden, im Durchgang durch die Nacht, in der Auslieferung ans Heilige lebt eine Wirklichkeit, die hält und trägt, wenn alles zerbricht.“[17] Mit Johannes vom Kreuz und Reinhold Schneider sind zwei Autoren genannt, deren Leben und Werk in herausragender, aber unterschiedlicher Weise von der Erfahrung der Nacht bestimmt sind. Beide haben Hemmerle in seinem Denken und Glauben maßgeblich geprägt.

Neben der Ambivalenz von Schrecklichem und Gnadenhaftem der Nacht, oder – um mit Johannes vom Kreuz und Reinhold Schneider zu sprechen – dem „Ineinanderverwobensein der beiden Nächte“[18], der „Nacht des Grauens“ und der „Nacht des Heils“, findet sich in Hemmerles Schriften noch ein anderer Aspekt der Nacht-Metapher, der eng mit dem ersten verbunden und maßgeblich durch die theologia mystica des Johannes vom Kreuz geprägt ist.

 

Hin zur Freiheit

Es war Hemmerles tiefe Überzeugung, dass die menschliche Existenz ein von der Fraglichkeit des Nichts durchzogenes Freiheitsgeschehen ist, das sich nur im Hindurchgehen durch die Nacht des Nichts und der Ausweglosigkeit verwirklicht. „Der Spielraum des Menschen entsteht nicht aus vorgeplanten und vorgefertigten Möglichkeiten, sondern aus ausgehaltenen Unmöglichkeiten.“[19] Diese existentielle Nacht-Erfahrung der absoluten Ohnmacht lässt sich weder meiden hoch eliminieren. Vielmehr ist es nach Hemmerle gefordert, „sich dem anderen, dem Dunklen, nicht zu entziehen, sondern zuzuwenden und auszusetzen.“[20] Im Aushalten der Erfahrung des Dunkels schenkt sich heuer Sinn – jedoch nicht mit planbarer oder vorhersagbarer Sicherheit. Auch handelt es sich hierbei nicht um die dialektische Verklärung des Negativen. Die Sinnhaftigkeit des Sinnlosen, das Licht im Dunkel lassen sich nicht herstellen, herbeireden oder bewerkstelligen; sie bleiben Ereignis, „über das ich nicht verfüge, das aber von Ihm her sich mir gewährt.“[21] Erst im Nachhinein lässt sich sagen: „das Dunkel ist Licht.“[22] Die Erfahrung [117] des Nichts, der Abgründigkeit und der Ausweglosigkeit offenhart sich als Ort sinnstiftender Gotteserfahrung: „In der Aporie ist der entscheidende Ort. In der Aporie hat er uns erlöst“.[23]

Die gedankliche Nähe zu der von Johannes vom Kreuz in seinen beiden zusammengehörenden Werken „Aufstieg auf den Berg Karmel“ („Subida del Monte Carmelo“) und „Dunkle Nacht“ („Noche oscura“) beschriebenen Erfahrung der Nacht ist offenkundig.[24] In ihnen wird der Aufstieg der Seele zur Einheit mit Gott beschrieben. Es handelt sich um eine Erfahrung, in der nicht nur die Welt, sondern auch das gewohnte Gottesbild und damit verbunden das kohärente Selbst- und Wirklichkeitsverständnis zerbricht, um sich in einer neuen Weise zeigen zu können. Durch die schmerzhafte Erfahrung des Zerbrechens jeglichen Sinnhorizontes wird die Nacht zur grauenvollen Nacht (noche horrenda). Dieser Verlust wird begleitet von der Stiftung eines neuen, umfassenden Sinnes, dank dessen sich die Nacht auch als eine glückliche (noche dichosa) erweist. Der Mensch, der diese Nacht durchlebt, erfährt das Entschwinden aller Dinge und muss erleben, wie seine Seele entblößt wird, wie alles Sinnenhafte und Rationale mit einem Mal nicht mehr erkennbar ist. In dieser Situation bleibt nur noch, die gewohnten Vorstellungen loszulassen, sich von allen Projektionen freizumachen: so geht der Verstand aus sich selbst heraus, um frei zu werden, frei für Gott. „In Armut, ungeschützt und ungestützt durch irgendwelche Wahrnehmungen meinerseits – das heißt, mein Erkenntnisvermögen war im Dunkeln, mein Empfindungsvermögen in Trübsal und Angst –, überließ ich mich dem Dunkel in purem Glauben, der für die erwähnten natürlichen Seelenvermögen dunkle Nacht ist. [...] So ging ich aus mir selbst heraus, d. h. aus meiner unzulänglichen Weise zu verstehen“.[25] Das Besondere dieses Geschehens ist, dass es sich bei diesem Hinausgehen nicht allein um ein aktives, intentionales Geschehen handelt, sondern vor allem um eine Erfahrung der Passivität. Erkenntnis geschieht im Nicht-Erkennen als ein Begreifen, ohne zu begreifen. Im Zuge dieser dunklen Nacht erfährt die Seele die Vereinigung mit Gott, ohne dieses Geschehen, die Einheit mit Gott und das mit ihr verbundene Licht mittels des Verstandes auf natürliche Weise erfassen zu können.

 

Denken

Eine ganz ähnliche Bewegung findet sich im Werk Hemmerles. Die Erfahrung der Trennung zwischen Gott und Mensch und das Bestreben, sie zu überwinden, bildete ein zentrales Movens seines Denkens. Bereits mit Blick auf diese Ausgangserfahrung gibt es eine Parallele zu Johannes vom Kreuz, denn „[n]ächtliche Finsternis entsteht im Verstand [...] Deswegen, weil im ‚Subjekt‘ [...] die zwei mächtigst denkbaren Gegensätze – Göttliches und Menschliches – aufeinanderprallen“.[26] In Hemmerles phänomenolo-[118]gischer Besinnung auf das Heilige[27] gerät die Vernunft bei dem Versuch, das Heilige zu denken, an ihre Grenzen und wird nicht nur mit der Nichtigkeit alles Seienden, sondern mit der eigenen Abgründigkeit konfrontiert: das Denken kann nämlich nicht nur nicht die Frage beantworten, warum es überhaupt etwas gibt und nicht vielmehr nichts, sondern auch nicht die Frage, warum es überhaupt denken kann. Diese Aporieerfahrung, in der sich das Denken radikal in Frage gestellt erfährt, lässt sich metaphorisch als Nachterfahrung beschreiben. Hemmerle verwendet in diesem Zusammenhang nicht umsonst das Bild eines biblischen Nachtereignisses, des Kampfes Jakobs mit dem Unbekannten. Angesichts der „Unbeantwortbarkeit der Frage nach seinem Fragenkönnen findet das Denken sich an einer unbedingten Schranke, die [...] ihm erst sein Wesen zuweist. [...] Denken ist mit sich beschenkt [...], es ist durchstimmt von seinem entzogen-gewährenden Anfang“[28], dem Heiligen. Im Wort „durchstimmt“ deutet sich die Einheit von Denken und Heiligem, von Mensch und Gott an, die der Verstand im Zuge dieser Aporie- bzw. Nachterfahrung erkennt bzw. in der er sich vorfindet, wenn er von sich selbst absieht. Nur wenn er sich von seinem ursprünglich selbstmächtigen Vollzug – Hemmerle gebraucht den Begriff des „fassenden Denkens“[29] – abwendet und angesichts der Aporie, angesichts der eigenen Abgründigkeit zum „verdankenden Denken“[30] wird, macht, er die Erfahrung der Vereinigung mit Gott, die doch eine Nichterfahrung ist. Hemmerle bringt diesen Vollzug nichtintentionaler Intentionalität auch in Auseinandersetzung mit dem Werk Meister Eckharts im Begriff des „lassenden Denkens“ zum Ausdruck.[31]

Wenige Monate vor seinem Tod kehrt das Motiv der Nacht in einer der Predigten Hemmerles wieder, in der Hemmerle einige Wegweisungen für den Weg zu Gott skizziert und die folgende Beobachtung mitteilte: „Die Nacht wird immer dichter. Der Herr kommt immer näher.“[32] Hemmerle plädierte nicht zuletzt mit Blick auf die Situation der Kirche dafür, mit Nüchternheit die Dunkelheit, das Schwierige und Abgründige zu sehen und gleichzeitig mit der Zuversicht des Glaubens das Kommen des Herrn zu erwarten. Nur in der Spannung aus beidem lässt sich in seinen Augen die dichte Nacht durchstehen; Sicherheit auf das Ende der Nacht, gibt es nicht. Sondern es bleibt nur die Hoffnung, dass „[d]enen, die dieser Nacht wieder vertrauen lernen“, ihre Schuld zur Gnade wird, „tönt doch der Ruf des ,frühen Vogels‘, der einst den traurigsten Verrat auf Erden anzeigte, die ganze Nacht hindurch als unbeirrbarer Verkünder unseres Heils.“[33]

 

 

Dr. theol. Stephan Loos ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ), geb. 1970 in Mainz, Studienleiter in der Akademie des Bistums Mainz. Anschrift: Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, D-55116 Mainz. Veröffentlichung u.a.: Freiheit als Strukturmoment. Zur Hermeneutik des Werkes von Klaus Hemmerle, in: H.H. Henrix (Hrsg.), Bischof Klaus Hemmerle (1929-1994): ein geistlicher Meister, Aachen 2004, 86-111.

 


[1]William Shakespeare, Hamlet, in Übersetzung durch R. Schneider, in: R. Schneider, Die Nacht des Heils, Berlin 1947, 115f.

[2] K. Hemmerle, Ausgewählte Schriften, Bde. 1-5, hrsg. von R. Feiter, Freiburg/Br. 1995-1996 (im folgenden abgekürzt mit AS. Die römische Ziffer gibt den Band an.), Bd. 5, 292-295; ders., Reinhold Schneider, Der Turm des Freiburger Münsters, in; H. Kirchhoff / M. Saller (Hrsg.), Im Dialog mit Texten. Zum Umgang mit Literarischen Texten in Religionsunterricht und Gemeindearbeit, Donauwörth 1989, 63-71.

[3] K. Hemmerle, Nächte, die Licht geben, in: AS V, 293.

[4] Vgl. darüber hinaus ders., AS V, 294f.

[5] Ders., Gen's. Riv. di vita ecclesiale 25 (1995), 16-19.

[6] Ebd.

[7] Vgl. ders., Gemeinschalt ist die Aufgabe, die ich vor mir sehe. Predigt anläßlich seiner Weihe zum Bischof von Aachen am 8. November 1975, in: ders., Nicht Nachlassverwalter, sondern Wegbereiter. Klaus Hemmerle Predigten, hrsg. v. K. Collas, Aachen, 1995, 9-16, hier 9; ders., Gerufen und verschenkt. Theologischer Versuch einer geistlichen Ortsbestimmung des Priesters, München 1986, 19, 218.

[8] K. Kienzler, Christologie bei Klaus Hemmerle, in: Lebendige Katechese 20 (1998), 97-103, hier 97.

[9] K. Hemmerle zit. nach W. Bader / W. Hagemann (Hrsg.), Klaus Hemmerle. Grundlinien seines Lebens, München 2001, 72.

[10] M. Dupuy, Art. Nuit, in: Dictionnaire de Spiritualité Bd. 11 (1982), 519-525, hier 519.

[11] Hemmerle selbst gibt mit seiner Erwähnung des kleinen Erzählungsbandes „Die dunkle Nacht“ von Reinhold Schneider, in dessen Zentrum die Geschichte „Die dunkle Nacht des heiligen Johannes vom Kreuz“ steht, den Fingerzeig für eine solchen Interpretation der Nacht als Metapher existentieller Erfahrung.

[12] Vgl. J. u. W. Grimm, Deutsches Wörterbuch Bd. 7, bearb. v. M. von Lexer, Leipzig 1889, Nachdruck, München 1984, 145-167.

[13] Vgl. hierzu die umfassende Studie von St. Lüttich, Nacht-Erfahrung. Theologische Dimensionen einer Metapher, Würzburg 2O04; A.M. Haas, „Die Arbeit der Nacht“. Mystische Leiderfahrung nach Johannes Tauler, in: G. Fuchs (Hrsg.), Die dunkle Nacht der Sinne. Leiderfahrung und christliche Mystik, Düsseldorf 1989, 9-40.

[14] K. Hemmerle, AS V, 293.

[15] Ders., AS V, 306; vgl. ders., AS V, 294f.

[16] Ders., in: Neue Stadt 21 (1978), 26.

[17] Sicherlich lässt sich kritisch einwenden, ob Hemmerle hier nicht seine Lebenserfahrung mit dieser Deutung im Nachhinein stilisiere. Dieser Einwand lässt sich nicht gänzlich, aber doch wenigstens im Ansatz entkräften, indem man auf Hemmerles selbstkritische Reflexion verweist: „Es kostete viel denkende Mühe, über lange Jahre hinweg, die bohrende Gegenfrage zu bestehen: Bist du da wirklich der Wahrheit begegnet? Haben nicht andere ähnlich Erfahrungen gemacht? Was gibt dir das Recht, dich ganz und gar auf diese Richtung für dein Leben zu verlassen?“ (AS V, 293)

[18] R. Schneider, Die Nacht des Heils, a.a.O., 121.

[19] K. Hemmerle, AS IV, 366.

[20] Ebd.

[21] Ebd.

[22] Ebd.

[23] Ders., AS V, 366.

[24] Zur ausführlichen Darstellung vgl. A.M. Haas, Die dunkle Nacht der Sinne und des Geistes. Mystische Leiderfahrung nach Johannes vom Kreuz, in: G. Fuchs (Hg.), Die dunkle Nacht der Sinne, a.a.O., 108-125.

[25] Johannes vom Kreuz, Die Dunkle Nacht. Vollständige Neuübersetzung (Sämtliche Werke Bd. 1, hrsg. u. übers, v. U. Dobhan u.a. mit einer Einleitung v. U. Dobhan u. R. Körner), Freihurg/Br. 31995, 101f.

[26] Ders., Die dunkle Nacht, zit. nach A.M. Haas, Die dunkle Nacht der Sinne und des Geistes, a.a.O., 120.

[27] K. Hemmerle, AS I, 111-175.

[28] Ebd., 132.

[29] Ebd., 122ff.

[30] Ebd., 131ff.

[31] Vgl. hierzu B. Welte, Meister Eckhart. Gedanken zu seinen Gedanken, Freiburg/Br. 1979.

[32] K. Hemmerle, Nicht Nachlassverwalter, sondern Wegbereiter der Zukunft. Predigt im Pontifikalamt am 7. November 1993 aus Anlass des 18. Weihetages, in: ders., Nicht Nachlassverwalter, sondern Wegbereiter, a.a.O., 107-114, 108.

[33] R. Schneider, Die Nacht des Heils, a.a.O., 123.

 

 
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