An einen Gefallenen


Du trugest edler Hoffnung erste Blüte,
Und Dein Glück sollte der Beruf nur sein.
Du wolltest Deines Geistes Gaben weihn
Dem schönen Ziel, für das Dein Herz erglühte.

In Deinen tiefen klaren Augen sprühte
Des Lebens Feuer kühn und trotzdem rein.
Nur trugst Du schon der Abendschöne Schein
Der herrlich brennt und doch schon weh und müde.

So bist Du nun für immer hingegangen
Und liessest uns noch ungestillte Glut
Und Schmerz, den Deine Reinheit ganz verklärt.

Doch Glut und Schmerz, sie künden ein Verlangen,
Das im Verborgenen erfüllt, nun ruht,
Da Dein Grab nur ein liebend Kreuz beschwert.

 

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